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Loïc RAGUÉNÈS

Né en 1968/11/10 - Besançon France • Vit et travaille à Douarnenez


Cecilia Edefalk wurde 1999 von Jean-Christophe Ammann im Frankfurter Kunstverein ausgestellt und präsentierte dort eine Reihe von Selbstbildnissen, die sie als Brustbild und im Dreiviertelprofil darstellten. Diese Selbstbildnisse – subtile Variationen ein und desselben Bildes in Grautönen – waren in mehreren Werkgruppen namens Mirror, Echo, Replique und Two Copies zusammengefasst. Diese wurden in einer von der Künstlerin bestimmten Hängung präsentiert, die mit der Wiederholung des Abbilds ein und derselben Person einen Raum zu schaffen half, in dem die Zeit stillzustehen schien.

Cecilia Edefalk ist eine mit sparsamen Mitteln arbeitende, atypische Malerin, die Serien auf der Grundlage von Fotografien gestaltet und dabei die leichten Variationen ein und desselben Bildes auslotet, das aus verschiedenen Blickwinkeln wahrgenommen wird: eine Parodie der Standfotos und anderer gezoomter Bilder der Filmkunst. In Another Movement (1990), das auf einer Werbung basiert, in der ein Mann den nackten Rücken einer jungen Frau streichelt, erlegt das Nebeneinander und Gegeneinander derselben Pose in verschiedenen Formaten und Farbtönen dem Blick eine „psychologische“ Lesart auf, die anhand der sichtbaren Unterschiede die zwischen den beiden Protagonisten bestehenden Beziehungen hinterfragt. Durch die Wiederholungen werden die Begriffe Kopie und Vorlage ausgeschaltet; jedes Bild ist abwechselnd das eine und das andere innerhalb einer virtuell unbegrenzten Kette. Das Werk In the painting the painting (1995-1996) besteht aus vier Exemplaren derselben „pornografischen“ Szene, die alle in einem unterschiedlichen Winkel aufgehängt sind und an der Wand einen Kreis bilden. Diese Serie spielt mit der Redundanz des Motivs mittels einer ironischen Hervorhebung seiner Präsentation.

Die Serie, zu der o.T. und The Moon gehören, wurde provisorisch At the moment untitled genannt und inspiriert sich an dem berühmtesten Komikerpaar der Kinogeschichte: Laurel und Hardy (auch als Dick und Doof bekannt). Sie besteht aus sieben Episoden und erforscht in einem Schwarz-Weiß-Gemälde die Beziehungen zwischen den beiden Männern: ein augenzwinkernder Hinweis auf die Bühnenkostüme der beiden Schauspieler und auf die Filme der 1930er Jahre. Das runde Format ist ein zweifacher Verweis auf den Bildtondo und das Objektiv der Kamera. Jedes der Bilder zeigt die beiden Helden aus einem anderen Blickwinkel in derselben Szene ein und desselben Films: zeitlose Episoden, die jeden narrativen Vorsatz zunichtemachen.

Eleonore Jacquiau Chamska

Oeuvres de l'artiste dans la collection
du frac franche-comte

Sans titre, 1998

Moulinex, 2000


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